Blick nach Südamerika

Ausgabe 185 der Stadtbauwelt widmet sich Buenos Aires.

Es wird ein Überblick über die Entstehung der Lateinamerikanischen Metropole mit europäischen Wurzeln gegeben, der Einfluss der Wirtschaftskrise auf die Stadtentwicklung, die Rolle ausländischer Investoren bei der Verdichtung der Innenstadt und die zunehmende soziale und urbane Segregation betrachtet, welcher allerdings beständig von Seiten der Bevölkerung sozialer und politischer Widerstand entgegengesetzt wird.

Wir schliessen uns dem Thema an und fragen “Wer baut die Stadt?

Stadtumstrukturierung in Buenos Aires

Hier gibts die passende Fotoserie zu Veränderungen in Buenos Aires auf flickr

Der Link zur Stadtbauwelt 185. Die spanische Übersetzung gibts dort übrigens gratis zum download.

Und Dazu passende Veranstaltungen:

Am 20. April wurde die Stadtbauwelt über Buenos Aires im Goethe-Institut der argentinischen Hauptstadt präsentiert.
Am 19. Mai wurde das Heft von der TU München und der Redaktion im Oskar von Miller Forum in München vorgestellt.

brand eins 10/2009 - Schwerpunkt STADT

Die zehnte Ausgabe des brandeins im Jahre 2009 trägt den Titel “Bausteine für eine neue Stadt - Die kreative Herausforderung”. Nicht alles ist neu und vieles schon gehört, nichtsdestrotrotz vermittelt diese Ausgabe einen guten Überblick über aktuelle städtischen Themen.

Unter dem oben genannten Link gibt es die meisten Artikel dieser Ausgabe zu lesen.

Das Schweigen der Basler

Basel. Basel mit einer anderen Stadt zu vergleichen - oder durch eine andere Stadt eine Fragestellung in Bezug auf Basel abzuleiten - ist schwierig, denn es wird einem wohl immer ein feiner Nebel von Arroganz nachgesagt werden. Und Basel “tickt” ohnehin anders. Deswegen kann das hier eigentlich nur schief gehen.

Aber dennoch: Betrachtet man Berlin, so fällt einem auf, dass hier die subversive Energien sehr stark sind und so regulierend und schützend um Berlin liegen. Inwiefern diese nun schützend, oder auch in anderem - insbesondere ökonomisch - auch schädlich sein können, muss an einem anderen Punkt diskutiert werden. Nun gut. Richtet man seinen Blick nach Basel, insbesondere auf den Novartis-Campus, so fragt man sich immer wieder, wo diese subversive Energie abgeblieben ist.

Ein ganzes Stadtquartier wird abgeriegelt, es kommen große Architekten unter derer Federführung es zur Sperrung und Privatisierung ganzer ehemals öffentlicher Straßenzüge kommt, deren großartige Gebäude nicht mal zugänglich sind, weder heute noch in der Zukunft, und Basel schweigt. Auf dem Blog “Skyskraper City” haben ein/zwei Autoren sich dahingehend geäußert, ob dies nicht eventuell verwerflich sein könnte, wurden aber von anderen (insbesondere Basler Autoren) nicht gehört. Zwei Hauptargumente oder Erklärungen werden ins Feld geführt, fragt man die Basler danach: Erstens sei die Novartis ein großer Pharmakonzern, stelle viele Arbeitsplätze zur Verfügung und man könne nicht riskieren, dass die Firma ins Umland abwandert. Zweites Argument ist, dass dieses Gebiet der Stadt nie in der Geschichte Basels als städtisches Quartier empfunden wurde.

All dies mag zählen. Jedoch, da entsteht gerade ein architektonisch einzigartiges Stadtquartier. Und man verzichtet darauf, weil man ja vorher keinen Bezug dazu hatte? Und man hat Angst zu fordern, dieses Land dennoch ein stückweit öffentlich zugänglich zu machen? Basel hat beinahe keine Baulandreserven mehr und als Stadtkanton vernachlässigbar viele Flächen, die man dazu umzonen könnte. Und die Basler Bevölkerung lässt es einfach zu, dass ein doch wichtiges und großes Stück ihrer kleinen Stadt zu einer “gated community” wird. Da kann man wirklich am Ende sagen: Zum guten Glück wächst Basel - als einziger Kanton neben Glarus und Uri - nicht mehr und wird es wahrscheinlich die nächsten Jahrzehnte auch nicht mehr.

Quellen: Tagesanzeiger, Diese Kantone wachsem am stärksten, unter: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Bevoelkerung-Diese-Kantone-wachsen-am-staerksten/story/14415809, SkyscraperCity, unter: http://www.skyscrapercity.com/. Abbildung: Novartis, unter: http://www.novartis.com/newsroom/multimedia-library/headquarters.shtml.