Ehre dem Raumlabor Berlin
Respekt für ihre experimentelle Arbeitsweise, vor allem aber für die tatsächliche Umsetzung der Projekte. Ideen zu entwickeln und theoretisch zu Entwerfen ist schon viel, diese in die reale Welt zu transferieren und damit erfolgreich zu sein, hat zusätzliche Anerkennung verdient.
Raumlabor experimentiert schon länger mit aufblasbaren Räumen (in Zusamenarbeit mit Plastique Fantastique Marco Canevacci und Markus Wüste), Respekt gewährt ihnen aber vor allem durch das Projekt Space Buster, mit welchem sie durch New York getourt sind. Eine mobile Skulptur, die in zwei Zuständen existiert; Einerseits durch eine in einem Bus verstauten pneumatischen Raumhülle. Wird diese aus dem Gefährt genommen, so wird sie zu einem Pavillon aus aufgeblasenem transluzentem Kunststoff, zu einer Kuppel, die sich organisch jeder Umgebung anpasst, sei dies ein Hinterhof, ein bewaldetet Park oder eine Überführung der S-Bahn. Das Außen wird zur Kulisse des Inneren und das Treiben im Inneren wird zur Kulisse fürs Äußere.
Prevu achtet das Raumlabor aber auch für ihren internationalen Erfolg, mit dem sie beweisen, dass man in Berlin nicht nur billig leben und gut feiern kann, sondern es in dieser Stadt auch möglich ist, sich einiges zu erarbeiten. Eine Begebenheit an die Berlin endlich glauben lernen sollte.
www.raumlabor.net
Space Buster New York 2009
Das Küchenmonument seit Mai 2006
Plastique Fantastique Marco Canevacci und Markus Wüste
