Einen aufs Auge. Wir wollen Beteiligung.
Zunehmend werde die Stadt privatisiert, so heisst es. Nicht nur im Sinne der Privatisierung des öffentlichen Raums, also dass nicht jeder überall mehr Zutritt gewährt wird, oder auch der “Disneyfizierung der Stadt” (Frank Roost, 2001), sondern auch durch die Besetzung öffentlicher Flächen durch Private. Gerade hinsichtlich der Werbung und durch die riesigen Anzeigen und Plakate fällt dies auf.
Beispiele gibts genügend: Potsdamer Platz in Berlin, der Times Square in New York (ist der in NY?), aber auch am Rosenthaler Platz, was ja schon verwundern mag. Das letztere Beispiel zeigt eine Problematik wunderbar auf: Ein Haus wurde also am Rosenthaler Platz in Berlin neu saniert. Das Baugerüst war überzogen mit einer riesigen Werbeplane, wie man sie von Baugerüsten kennt. Gerüchten zu Folge hat der Inhaber damit mehr verdient, als wenn er das ganze Haus voll vermietet hätte. Nun mag ihm dies vergönnt sein. Aber ist es denn auch nicht dem “Konsumenten” dieses zweifelhaften Vergnügens vergönnt sein, auch ein kleines Stückchen des Kuchens zu bekommen, wenn er sich das Vergnüngen schon nicht aussuchen kann?
Die Idee ist nicht neu und auch nicht von prevu, aber sie soll hier präsentiert werden: Ein gewisser Prozentsatz dieser Einnahmen sollte in die öffentliche Hand fliessen und im urbanen Raum reinvestiert werden. Schlicht und einfach.

